Deutsch-Iranischer Studentendialog Erneuerbare Energien im Iran

Ausgangslage

Irans geografische Lage zwischen zwei der globalen Brennpunkte des vergangenen Jahrzehnts, Afghanistan und Irak, veranschaulicht seine über eine Zentralstellung im Mittleren Osten hinausgehende Bedeutung für die Weltpolitik. Die insbesondere in jüngster Zeit angespannten Beziehungen zu westlichen Regierungen haben jedoch dem Austausch mit Iran auf allen Ebenen Steine in den Weg gelegt. Dieser kommunikative Stillstand erstreckt sich nicht nur auf akute politische Streitfragen, sondern auch auf den Dialog der Zivilgesellschaften allgemein. Keine der deutschen politischen Stiftungen etwa ist im Iran vertreten und interkultureller Austausch auf Studentenebene ist gleichfalls zu einer Seltenheit verkommen. Im Bewusstsein dieses Dialogdefizits bei gleichzeitiger Anerkennung der Bedeutung des Iran ist dieser Sur-Place-Dialog gedacht, die in Berlin im Jahre 2010 ins Leben gerufene Dialogplattform des Deutsch-Iranischen Studentendialogs in Teheran fortzusetzen.

Thema

Mit knapp 37 Megatonnen Erdöl und mehr als 42 Milliarden Kubikmetern Erdgas unter der iranischen Erde besteht für das Land auf kurze Sicht wenig Anreiz, seine Erneuerbaren Energien massiv auszubauen. Zwar tragen einige Projekte, vor allem im Bereich der Wasserkraft bereits mit einstelligen Prozentzahlen zur Stromerzeugung bei, jedoch bieten die klimatischen und topographischen Gegebenheiten des Iran erheblich größeres und derzeit ungenutztes Potential für die Nutzung von Wasser-, Solar und Windkraft, aber auch der Geothermie. Ressourcenverknappung und Klimawandel werden den Iran wie auch Deutschland in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen; langfristig sind daher beide Länder auf Erneuerbare Energien zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen und sitzen in dieser Hinsicht im gleichen Boot. Der Dialog mit iranischen Studenten wird darauf abzielen, die Chancen und Herausforderungen, die mit dieser notwendigen Energiewende verbunden sind, herauszuarbeiten.

Ziel

Der Dialog wird Erneuerbare Energien und deren Nutzen und Notwendigkeit für zukünftige Generationen als Schwerpunkt haben. Wir möchten die Herausforderungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern mit Studenten und jungen Akademikern besprechen und eine nachhaltige Kooperation aufbauen.

Ablauf

Das erfolgreich abgeschlossene Deutsch-Iranische Wochenendsymposium im September 2010, das ungefähr 25 iranische und deutschen Studenten in Berlin versammelte, wird im September 2013 seine Fortsetzung im Iran finden. Ein dreitägiges Vorbereitungsseminar auf die Reise in Berlin mit Vertretern des Auswärtigen Amtes, Iran-Experten und Vertretern deutscher Unternehmen im Energiebereich soll vor der Reise in das Partnerland ein erstes inhaltliches Fundament schaffen. Die Teilnehmer des Sur-Place-Dialogs sind etwa 6 Mitglieder des Studentenforums im Tönissteiner Kreis e.V.

Projektteam

Philipp Nürnberger und Zsófia Tari

Kontakt

disd (at) toenissteiner-studentenforum.de

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