Deutsch-Chinesischer Studierendendialog

Digitalisierung als Zukunft der Industrie

Was bedeutet Digitalisierung in der Industrie in Deutschland und China? Wie gehen beide Länder mit innovativen neuen

DCSD

Technologien um? Wie sieht die Industrie von morgen aus? Und was können Deutschland und China dabei voneinander lernen?

 

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, veranstaltete das Studierendenforum vom 24.-26. April 2019 den mittlerweile bereits fünften Deutsch-Chinesischen Studierendendialog.

Die Projektreihe der Deutsch-Chinesischen Studierendendialoge wurde im Studierendenforum im Jahr 2007 gestartet. Ziel der Dialoge ist es, den Austausch junger deutscher und chinesischer Studierender zu fördern. Dazu befassen sich die Teilnehmer der Studierendendialoge jeweils mit Themen, die für die deutsch-chinesischen Beziehungen von Bedeutung sind.

Der Deutsch-Chinesische Studierendendialog 2019 stand unter dem Motto „Digitalisierung als Zukunft der Industrie“. Schirmherr und Förderer des Dialoges war der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), der das Projektteam außerdem bei der inhaltlichen Konzeption der Tagung unterstützte. Ebenfalls gefördert wurde der Dialog vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Im Rahmen der Tönissteiner Jahresgespräche 2019 wurde das Projekt mit dem Tönissteiner Preis der Stiftung Tönissteiner Kreis ausgezeichnet.

Auftakt des Studierendendialoges war am 24.04.2019 im Haus der Deutschen Wirtschaft in den Räumen des BDI in Berlin. 30 Teilnehmer, darunter Forumsmitglieder, deutsche Studierende und chinesische Studierende, die aktuell in Deutschland studieren, kamen zusammen.

 

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Nach einem kurzen Kennenlernen startete der Dialog in die inhaltliche Auseinandersetzung. Herr Oliver Klein, Referent in der Abteilung Digitalisierung und Innovation beim BDI, hielt einen Vortrag zum Thema „Setting the Course for the Future: The Digital Transformation of the German Industry“. Er führte die Teilnehmer, die aus unterschiedlichen fachlichen Hintergründen und Studienorten kamen, in die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 ein und erklärte außerdem die Rolle des BDI in der deutschen Industriepolitik.

Anschließend klang der Abend bei einem gemeinsamen Essen in der „Ming-Dynastie“ aus, bei dem sich alle Teilnehmer besser kennenlernen konnten und außerdem Gelegenheit hatten, ihre jeweiligen Deutsch- und Chinesischkenntnisse mit Muttersprachlern beider Länder zu trainieren.

Der zweite Dialogtag am 25.04.2019 stand ganz im Zeichen der Plattformökonomien – ein Thema, das sowohl die deutsche als auch die chinesische Wirtschaft beschäftigt. Im Haus der Deutschen Wirtschaft in den Räumen des DIHK führten Herr Benjamin Röhm und Herr Yübo Wang vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt der TU Darmstadt (Fachbereich Datenverarbeitung in der Konstruktion) in die Thematik ein. Anschließend diskutierten die beiden Referenten gemeinsam mit Frau Dandan Wang, Data Scientist bei T-Systems und Herrn Thomas König, Referatsleiter Ostasien beim DIHK, im Rahmen einer Podiumsdiskussion weiter über die Chancen und Herausforderungen, die Plattformen für die deutsche und chinesische Wirtschaft bieten.

Nach einer Mittagspause wurden die Teilnehmer schließlich selbst aktiv. Im Rahmen eines interaktiven Moduls, das das Organisationsteam des Dialogs gemeinsam mit Herrn Steven Heckler, Referent in der Abteilung Digitalisierung und Innovation beim BDI, konzipiert hatte, entwickelten die Teilnehmer eigene Plattformen zur Lösung von Herausforderungen für Unternehmen. Zwei Gruppen beschäftigten sich dabei mit Plattformen zur Optimierung von Produktionsprozessen in der Automobilindustrie. Zwei weitere Gruppen lösten mithilfe einer von ihnen entwickelten Plattform Logistik-Probleme von Transportunternehmen. Die fünfte Gruppe wiederum konzipierte einen innovativen Ansatz zur Ausstellung und zum Vertrieb von Kunst in China und Deutschland mittels einer Plattform. Die Gruppen profitierten dabei von ihrem Mix an fachlichen und kulturellen Hintergründen und erhielten für ihre Präsentationen Feedback von Herrn Heckler vom BDI. Herr Heckler lieferte außerdem noch einen kurzen Überblick über digitale Plattformen in Deutschland und wies auf die Bedeutung des Datenschutzes, insbesondere in der deutschen Industrie, hin.

Der Abend klang wieder mit einem gemeinsamen Abendessen aus, dieses Mal im Restaurant „China-City“. Dem Abendessen schlossen sich weitere Forumsmitglieder für ein Get-together an und begleiteten die Dialogteilnehmer durch den weiteren Abend in Berlin.

Das Thema Datenschutz und Cybersicherheit wurde am dritten Tag des Dialoges wieder aufgegriffen. Herr Wang von der TU Darmstadt führte die Teilnehmer in die Thematik ein und unterstrich die Bedeutung von IT-Sicherheit für Digitalisierungsprozesse. Anschließend kamen die Referenten und die Teilnehmer für eine Fishbowl-Diskussion zum Thema Datenschutz zusammen. Herr Wang und Herr Röhm von der TU Darmstadt sowie Herr König vom DIHK stießen die Diskussion an, in die sodann die Teilnehmer einstiegen. Kulturelle Unterschiede im Verständnis von Datenschutz und Privatsphäre zwischen Deutschland und China traten hier besonders zutage und ermöglichten so eine lebhafte Diskussion, bei der die Studierenden beider Länder viel übereinander lernten.

An das Mittagessen schloss sich eine Evaluationsrunde an, bevor der Deutsch-Chinesische Studierendendialog 2019 zum Abschluss kam und die Teilnehmer verabschiedet wurden. Das Feedback der Teilnehmer war durchweg sehr positiv. Insbesondere wurde die fachlich und kulturell gemischte Zusammensetzung der Teilnehmer und das abwechslungsreiche und interaktive Programm gelobt. Bei den Teilnehmern, die nicht Mitglieder des Studierendenforums sind, wurde außerdem das Interesse an einer Bewerbung für das Studierendenforum geweckt. Auch wurde angeregt, den Studierendendialog im kommenden Jahr mit einem neuen Thema weiterzuführen.

Das Projektteam dankt ganz herzlich dem BDI, dem DIHK und der Stiftung Tönissteiner Kreis für die Ermöglichung des Deutsch-Chinesischen Studierendendialogs 2019. Eine Neuauflage des Dialogs wird für 2020 angestrebt.

 

Das Projektteam: Mark Gyöngyösi, Lara Render, Rebecca Swalve, Nadja Yang

Förderer: Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., Stiftung Tönissteiner Kreis, Deutscher Industrie- und Handelskammertag

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