Tönissteiner Jahresgespräche 2017

Die 59. Tönissteiner Jahresgespräche am 21. und 22. Januar 2017

Politik 4.0: Gestalten in der neuen Welt(un)ordnung

Politik 4.0 – neue Realität(en): faktenlos erzählen oder diskursiv gestalten? Knapp unter 50 Mitglieder des Studentenforums im Tönissteiner Kreis e.V. konnten den Tönissteiner Jahresgesprächen dieses Jahr nicht nur beiwohnen, sondern diese aktiv mitgestalten. Die neue Ergänzung daher vorab: Das SF konnte zum ersten Mal eine Podiumsdiskussion gestalten und die Diskussion zu „Political natives: Junge Politik heute“ wurde sehr positiv von vielen Tönissteinern aufgenommen und soll auch im nächsten Jahr erfolgreich fortgeführt werden.

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Bei spannenden Paneldiskussionen und wahrhaften Auseinandersetzung zu europäischen und weltpolitisch wichtigen Themen wurden neue politico-ökonomische Konstellationen der Ordnung 4.0 thematisiert. Zuerst diskutierten Brexiteers gegen einen Saal von pro-EU-Verfechtern gemeinsam mit Baroness Lindsay Northover. Weitere Debatten behandelten die Themen Industrialisierung 4.0 und die Nutzung von den Vernetzungsmöglichkeiten 4.0 im Arbeitsleben.

 

 

2017TKJG3Auch in den Workshops zum modernen Musikmanagement und einer Diskussion im Fishbowlformat konnten sich die Mitglieder des Studentenforums aktiv auf den Jahresgesprächen einbringen. In den anschließenden Diskussionen über politische Kommunikation konnten neue Formen und Expertisen zusammengeführt und neue Akteure, Mittel und Methoden in Ordnungsgefügen analysiert und genutzt werden. Mit einer Gegenüberstellung verschiedener Visionen Europas, wurde auch das Publikum unruhig und diskutierte gegen eine Utopie Europas und für einen pragmatischen Funktionalismus mit deutsch-französischer Führung. Für und Wider kamen zu keinem Schluss, allerdings wurde mehrfach betont wie wichtig moderne Lösungen und wie nötig Utopien seien, um positive Entwicklungen anzupeilen und von älteren prä-4.0 Strukturen loszulassen bzw. diese reformieren zu können.

 

2017TKJG4Zwei zusätzliche Modernisierungen waren zu beobachten, denn so konnte auch während den Diskussionen das Publikum via WhatsApp untereinander Kommentare oder Artikel versenden, um weiteren Austausch zu inspirieren. Vor dem Ausklang des ersten Tages führten zwei Mitglieder des Studentenforums und zwei junge TKler und ehemalige SF-Mitglieder unter SF-Moderation, eine angeregte Debatte über Digitalisierung, Populismus und die Millenials und inwiefern wer und unter welchen Umständen Politik „macht“. Nach Ankündigungen zum folgenden TK-Jahr unter dem Motto des Brückenbaus in Europa, gab Peter Altmaier seine Vision der neuen Welt(un)ordnung wieder und bedankte sich für den vorausschauenden Aktivismus des TK.

„Hab Mut. Ich bin hier. Wir sind hier.“ Frau Dr. May-Britt U. Stumbaum bot dieses Leitmotiv für die Jahresgespräche an und appellierte an Tönissteiner und SFler zugleich, mit unseren Mitmenschen zu diskutieren, es nicht bei einer Faktenaufzählung belassen, sondern mitzureden und aus den Kreisen der „like-minded spirits“ hinauszugehen und gemeinsam voranzugehen.

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Das SF bedankt sich sehr beim TK und hofft auf weitere Kooperation bei zukünftigen Jahresgesprächen, da die diesjährige Zusammenarbeit so nahtlos funktionierte. So liegt es an allen bis zu den nächsten Jahresgesprächen dem Folgenden nachzugehen: Expertise zusammenzuführen, gemeinsam weitergehen und Deutschland und die Welt(un)ordnung mitgestalten.

Ein Bericht von Andreas Holzinger

© Bilder des Tönissteiner Kreises e.V.

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