Die Projektarbeit ist das Herzstück des Studierendenforums. In selbstorganisierten Projektgruppen entwickeln Studierende eigene Ideen, greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf und bringen neue Perspektiven in die öffentliche Debatte ein. Die Formate reichen von Konferenzen und Studienreisen über Workshops bis hin zu Forschungs- und Dialogprojekten – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
Jedes Mitglied kann Projekte initiieren und durch Veranstaltungen wie die Frühjahrskonferenz oder das Kreativkolloquium Mitstreiter:innen gewinnen. Die Projektgruppen tragen die vollständige Verantwortung: von der Themenwahl über Konzeptentwicklung und Sponsor:innenakquise bis hin zur Durchführung und Fertigstellung. Das erfordert Eigeninitiative, Organisationstalent und Engagement und ermöglicht Ergebnisse, auf die die Mitglieder stolz sein können.
Viele Projekte haben einen internationalen Fokus und profitieren von der engen Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im Politeia-Netzwerk sowie der Expertise des Tönissteiner Kreises. Vorstand und Beauftragte begleiten die Gruppen beratend. Besonders herausragende Projekte können mit dem Tönissteiner Preis ausgezeichnet werden.
Aktuelle Projekte
Schülerkolleg International – Brüssel 2026
Die Brüsselreise 2026 führt die Teilnehmer:innen des Schülerkollegs International ins Herz der europäischen Politik. Vor Ort erhalten sie unmittelbare Einblicke in die Arbeit zentraler Institutionen wie EU-Kommission, Parlament und Ständigen Vertretungen. Die Studienfahrt verbindet Workshops, Gespräche mit Entscheidungsträger:innen und ein thematisches Rahmenprogramm zu aktuellen europapolitischen Herausforderungen.
Gemäß dem Leitmotiv „Weltweit wirken“ stärkt die Brüsselreise die europäische Handlungsfähigkeit junger Menschen, fördert Urteilsvermögen und politische Teilhabe und zeigt Wege auf, wie sich Schüler:innen aktiv in internationale Zusammenarbeit einbringen können.
Webseite: schuelerkolleg-international.de
Indo-German Student Dialog
Indien ist einer der strategisch wichtigsten Partner für Deutschlands Zukunft – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Mit dem Deutsch-indischen Studierendendialog schaffen wir eine Plattform, die das gegenseitige Verständnis stärkt und Perspektiven auf zentrale Zukunftsthemen wie Technologie, nachhaltige Entwicklung und internationale Kooperation eröffnet. Studierende beider Länder entwickeln gemeinsam neue Ideen, bauen langfristige Netzwerke auf und tragen zu einer engeren Partnerschaft zwischen Europa und dem indischen Subkontinent bei.
NamibAI
NamibAI ist ein Forschungs- und Dialogprojekt zur Zukunft der Künstlichen Intelligenz im globalen Kontext. Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame Studienreise nach Namibia, bei der Studierende, Wissenschaftler:innen und politische Akteure aus Europa und Afrika zusammenkommen. Das Projekt untersucht, wie KI in Namibia eingesetzt wird, welche Chancen sich für Entwicklung und Bildung ergeben und welche globalen Abhängigkeiten bestehen. NamibAI verbindet wissenschaftlichen Austausch, interkulturelles Lernen und die Frage, wie technologische Innovation weltweit gerecht gestaltet werden kann.
Trilaterale Frühjahrskonferenz “Weimarer Dreieck” 2026
Das Weimarer Dreieck steht seit über drei Jahrzehnten für europäische Kooperation zwischen Deutschland, Frankreich und Polen. Die Trilaterale Frühjahrskonferenz 2026 bringt Studierende aus allen drei Ländern in Warschau zusammen, um zentrale Fragen europäischer Zukunftspolitik zu diskutieren – dieses Mal mit Fokus auf Energiesicherheit. In Diskussionsrunden, Gesprächen mit Expert:innen und institutionellen Besuchen entsteht ein Raum, in dem geopolitische Herausforderungen, digitale Souveränität und europäische Handlungsfähigkeit neu gedacht werden können.
Rethinking Healthcare
Rethinking Healthcare ist eine europäische Panel Talk Reihe zur Rolle Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. In drei Veranstaltungen in Brüssel, Berlin und München bringt die Reihe Expertinnen und Experten aus Politik, Regulierung, Wissenschaft, Medizin und Technologie zusammen, um Chancen, Risiken und Rahmenbedingungen medizinischer KI in Europa zu diskutieren.
Im Schatten des Völkermords: Herausforderungen & Perspektiven für den Ostkongo
Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die Region von bewaffneten Gruppen, regionalen Machtkonflikten und den ungelösten Folgen des Völkermords in Ruanda geprägt. Gleichzeitig ist der Konflikt eng mit globalen wirtschaftlichen Interessen verflochten. Der Osten des Kongo verfügt über bedeutende Vorkommen an Kobalt, Coltan und Gold, die für moderne Technologien, globale Lieferketten und die Energiewende von zentraler Bedeutung sind. Die Veranstaltungsreihe bringt historische Einordnung, politische Analyse und interdisziplinäre Perspektiven zusammen, um die Dynamiken des Konflikts sowie mögliche Wege zu mehr regionaler Stabilität und Zusammenarbeit besser zu verstehen.