Tönissteiner Kreis

Der Tönissteiner Kreis e.V. ist ein Gesprächskreis von Führungskräften aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit internationaler Erfahrung. Als überparteiliches und interdisziplinäres Netzwerk will der Kreis Impulse für eine verstärkte internationale Öffnung und Kooperation Deutschlands geben. Seine Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für die Ziele des Kreises – aktive Teilhabe an der Bürgergesellschaft ist Grundlage der Arbeit.

Ziele sind…

  • deutsche Führungskräfte stärker in die internationale Zusammenarbeit einzubinden, um aktiv am Ausbau europäischer und internationaler Strukturen mitzuwirken
  • Impulse aus der internationalen Diskussion nach innen zu tragen, um Deutschland weltoffener und reformfähiger zu machen

Zur Verwirklichung dieser Ziele…

  • fördert der Kreis die internationale Ausrichtung von Führungsnachwuchs in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft
  • veranstaltet der Kreis Gesprächsforen, Seminare und Studienreisen, um den fachübergreifenden und grenzüberschreitenden Dialog zu fördern und kulturelle Barrieren zu überwinden

Beauftragte

Fünf Programmbeauftragte stehen dem Vorstand des Studierendenforums zur Seite und bilden das Bindeglied zum Tönissteiner Kreis. Darüber hinaus unterstützen sie mit ihrer Erfahrung und ihrem Einsatz gezielt einzelne Projektgruppen und Mitglieder bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Aktivitäten. 
Die Aufgaben der Beauftragten liegen vor allem in den Bereichen Unterstützung, Mentoring und Mitgliedschaft. Sie unterstützen aktiv die Arbeit vom Vorstand des Studierendenforums sowie von einzelnen Projektgruppen. Im Bereich Mentoring fungieren die Beauftragten als Bindeglied zwischen Studierendenforums und Tönissteiner Kreis und stellen Kontakte für Projektarbeit sowie für persönliche und berufliche Anliegen her. Außerdem identifizieren sie passende Mentor*innen für die Mitglieder des Studierendenforums aus den Reihen des Tönissteiner Kreises. Im Bereich der Mitgliedschaft bringen sich die Beauftragen vor allem durch die Auswahl der neuen Mitglieder sowie die Entscheidung über die endgültige Aufnahme nach dem ersten Jahr der Mitgliedschaft ein. Des Weiteren beraten sie die Mitglieder des Studierendenforums bei der Bewerbung für eine Mitgliedschaft im Tönissteiner Kreis.

Marcus Bleinroth
Leiter des Referats für konventionelle Rüstungskontrolle, Abteilung für Vereinte Nationen, Auswärtiges Amt – Beauftragter seit 1999

Lena Kampf
Journalistin

Dr. Colin Nippert
Bundeskanzleramt, Referat für bilaterale Beziehungen zu den Staaten des Nahen Ostens, Afrikas, Asiens und Lateinamerika – Beauftragter seit 2013

Andrea Thiel
Consultant, McKinsey

Martin Schmidt
Projektmanager bei der Stiftung Mercator – Beauftragter seit 2018

Geschichte

1958 durch Anregung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft in Abstimmung mit der Bundesregierung gegründet, war die erste Aufgabe des Tönissteiner Kreises, Führungsnachwuchskräfte auf die Mitarbeit in den Internationalen Organisationen vorzubereiten und damit die Rückkehr Deutschlands in die internationale Gemeinschaft zu fördern.

Heute sind die über 800 Mitglieder in international orientierten Funktionen in Ministerien, Internationalen Organisationen und der EU, der Wirtschaft und den Freien Berufen sowie in Forschung und Lehre tätig. Neben ihrem Beruf fördern sie ehrenamtlich international orientierte Führungsnachwuchskräfte und leisten im Rahmen des politischen Dialogs Beiträge zu mehr Internationalität in Deutschland.

Die ersten Mitglieder dieses zunächst lockeren, freundschaftlichen Verbundes waren DAAD-Stipendiaten. In Bad Tönisstein, in der Nachbarschaft von Maria Laach in der Eifel, fand im Januar 1959 das erste Treffen dieser Gruppe statt, wodurch die „Gründung“ des Gesprächs­forums auf 1959 datiert wird, obwohl viele zur Bildung des Tönissteiner Kreises führende Gespräche in der Industrie und in den Ministerien schon vorher stattge­funden hatten. Das zweite Treffen, 1960 ebenfalls in Bad Tönisstein, führte schließlich zum Namen „Tönissteiner Kreis“. Der Kreis hat seit dieser Zeit, unter anderem durch die regelmäßigen Jahresgespräche und Auslandsgespräche, zur Förderung der Internationalität in Deutschland beigetragen. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Tönissteiner Kreises.

Folgende Trägerorganisationen unterstützen den Tönissteiner Kreis

  • Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BD)
  • Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD)
  • Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK)
  • Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Ehemalige Beauftragte

Moira Kettner (2017-2020)
Referentin, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Dr. Martina Bielawski (2010-2017)
Leitung Unternehmensentwicklung Schön & Holding GmbH & Co KG

Lisa Arnold (2014-2016)
Referentin Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin

Dr. Lutz Reimers (2009-2014) 
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin

Friederike Zedler (2012-2014) 
Referat Ausländerterrorismus/Ausländerextremismus, Bundesministerium des Innern, Berlin

Jan Grünhage (2006-2012)

Wolf Zylka (2008-2010) 
McKinsey & Company, Inc., Berlin

Manjana Milkoreit (2007-2009) 
Center for International Governance Innovation, Waterloo, Canada

Dr. Kerstin Gerling (2004-2008) 
Internationaler Währungsfonds

Sven Röben (2005-2007) 
Warschauer Campus des Brügger Europakollegs

Gabriel Glöckler (2005-2007) 
European Central Bank, Frankfurt am Main

Eva Nourney (2001-2005) 
Bundeskanzleramt, Referat Bildung und Forschung

Prof. Dr. Sascha Spoun (1999-2005) 
Leuphana Universität Lüneburg

Gesa Curtius-Stollenwerk (1999-2005) 
Landgericht Wiesbaden