Resources as a Bottleneck for the Energy Transition in München

Mit dem Projekt „Resources as a Bottleneck for the Energy Transition: The Role of China and What the EU Can Do“ hat das Studierendenforum im Tönissteiner Kreis e.V. einen wichtigen Impuls gesetzt, um ein Thema ins Zentrum der Debatte zu rücken, das für Europas Zukunft immer strategischer wird: kritische Rohstoffe. Die Veranstaltung vereinte wissenschaftliche Expertise, geopolitische Analyse und praktische Perspektiven aus der Industrie und machte deutlich, wie sehr die Energiewende von stabilen, transparenten und diversifizierten Lieferketten abhängt.

Der Projekttag begann mit einem intensiven Workshop an der Technischen Universität München, in dem Maria Fernanda Silva die Teilnehmenden in die Grundlagen kritischer Materialien einführte. Durch ihre anschauliche Darstellung globaler Wertschöpfungsketten, chinesischer Rohstoffstrategien und politischer Abhängigkeiten gelang es, die oft abstrakte Rohstoffdebatte greifbar zu machen. Die Diskussionen im Anschluss zeigten, wie komplex, aber auch wie gestaltbar dieses Themenfeld ist – und wie viel Potenzial in innovativen Konzepten zu Recycling, Diversifizierung und internationaler Partnerschaft liegt.

Am Abend rückte die öffentliche Podiumsdiskussion in den Räumen von CMS Hasche Sigle die geopolitischen und industriepolitischen Dimensionen des Themas in den Mittelpunkt. Die Keynote von Anne Lauenroth zeichnete ein eindringliches Bild europäischer Abhängigkeiten und zeigte auf, welche industriepolitischen Weichenstellungen notwendig sind, um Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. In der Diskussion mit Prof. Dr. Miranda Schreurs, Dr. Fabricio Rodríguez, Dr. Frank Jackel und Reinhold Schindler wurde deutlich, wie tiefgreifend Chinas Marktbeherrschung im Bereich der Raffination wirkt, wie dysfunktional viele Rohstoffmärkte derzeit sind und welche Rolle Europa in einem zunehmend fragmentierten geopolitischen Umfeld einnehmen kann.

Mit über 80 Gästen entwickelte sich im Anschluss ein lebendiger Austausch zwischen Studierenden, Praktikerinnen, Forschenden und Vertreterinnen aus Wirtschaft und Politik. Dieser interdisziplinäre Dialog war ein zentraler Erfolg des Projekts – denn er machte klar, dass die Herausforderungen rund um kritische Rohstoffe nur im Zusammenspiel verschiedener Akteure lösbar sind.

Der Projekttag zeigt rückblickend eindrucksvoll: Die Energiewende entscheidet sich nicht nur auf dem Strommarkt oder in Parlamenten, sondern ebenso in Minen, Raffinerien und globalen Lieferketten. Europa steht vor der Aufgabe, diese Dimension der Transformation strategischer zu denken – und das Projekt hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet, indem es Wissen vermittelt, Netzwerke gestärkt und neue Perspektiven eröffnet hat.

Das Studierendenforum bedankt sich herzlich bei allen Sprecher*innen, Partnern, Unterstützern und Gästen sowie beim Organisationsteam Larissa Greul, Moritz Piepel, Simon Keitel, Henning Stein und Marco. Ihr Engagement hat dieses Projekt nicht nur möglich gemacht, sondern zu einem inspirierenden Moment in der Debatte um Europas Rohstoffzukunft werden lassen.