Herausforderungen & Perspektiven für den Ostkongo in Berlin 2026

„Herausforderungen & Perspektiven für den Ostkongo“ ist ein Dialog und Bildungsprojekt, das sich einem der komplexesten und zugleich am wenigsten verstandenen Konflikte unserer Zeit widmet: der anhaltenden Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo.

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die Region von bewaffneten Gruppen, regionalen Machtkonflikten und den ungelösten Folgen des Völkermords in Ruanda geprägt. Gleichzeitig ist der Konflikt eng mit globalen wirtschaftlichen Interessen verflochten. Der Osten des Kongo verfügt über bedeutende Vorkommen an Kobalt, Coltan und Gold, die für moderne Technologien, globale Lieferketten und die Energiewende von zentraler Bedeutung sind.

Die Veranstaltungsreihe „Herausforderungen & Perspektiven für den Ostkongo“ bringt historische Einordnung, politische Analyse und interdisziplinäre Perspektiven zusammen, um die Dynamiken des Konflikts sowie mögliche Wege zu mehr regionaler Stabilität und Zusammenarbeit besser zu verstehen.

Im April 2026 bieten vier digitale Kaminabende die Möglichkeit zu vertieften Gesprächen mit Expert:innen aus Wissenschaft, Politik, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die historischen Ursachen des Konflikts, aktuelle geopolitische Entwicklungen sowie die Rolle kritischer Rohstoffe im globalen Kontext.

Am 7. Mai 2026 findet in Berlin eine abschließende öffentliche Paneldiskussion statt. Vertreter:innen aus Diplomatie, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren dort über regionale Kooperationsansätze, wirtschaftliche Interessen und die Frage, welche Rolle internationale Akteure bei der Bewältigung eines der langwierigsten Konflikte der Gegenwart spielen können.

Ziel des Projekts ist es, ein differenziertes Verständnis der Situation im Ostkongo zu fördern und einen Raum für fundierten Austausch jenseits vereinfachter Schlagzeilen zu schaffen. Durch die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven soll eine informierte Debatte über globale Verflechtungen, historische Verantwortung und die Rolle Europas in internationalen Rohstoffketten angestoßen werden.


Projektteam

Anna Lippmann
Nike Helmerich
Canan Silahsör
Rebecca Neumeier

Betreuung:
Amadeus Seehaus (Studierendenforum)