Brain Drain

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Präsentation bei Konferenz der German Scholars Organization

BrainDrain 2

Anlässlich der Konferenz „Building Bridges“ der German Scholars Organization am 24. Juni 2011 stellte das Brain Drain-Team erneut die Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Vorjahr vor. Die Umfrage unter mehr als 220 Wissenschaftlern aus In- und Ausland wurde in Kooperation mit der GSO durchgeführt.

Die Umfrageergebnisse stehen hier zum Download zur Verfügung:

 


„Brain Drain“-Konferenz

Das Studentenforum im Tönissteiner Kreis veranstaltete am 15. April 2010 in Frankfurt am Main eine Konferenz zum Thema des akademischen Brain Drains.

Das Ziel

Ziel der Konferenz war es, im Gespräch mit Wissenschaftlern, Vertretern deutscher Hochschulen und bildungspolitischen Entscheidungsträgern die Beweggründe von Wissenschaftlern für eine Karriere in Deutschland bzw. im Ausland zu beleuchten. Die Frage, wie sich deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen im internationalen Vergleich ausnehmen, wenn es zu dieser Standort entscheidung kommt, sollte dabei im Vordergrund stehen und Ausgangspunkt für eine Diskussion darüber sein, was Deutschland von ausländischen Universitäten lernen kann.

Die Inhalte

Basierend auf den Ergebnissen einer von der Projektgruppe durchgeführten Umfrage zum Thema, die eingangs präsentiert und zur Diskussion gestellt wurden, haben die Teilnehmer sich in drei (aufeinander folgenden) Diskussionsrunden mit dem Thema Brain Drain in Deutschland auseinandergesetzt, ihre Erfahrungen miteinander geteilt, Hauptherausforderungen identifiziert und Lösungsansätze diskutiert. Die drei Panels waren mit den folgenden Titeln überschrieben:

Was bietet die Hochschullandschaft Deutschland?
Wie gelingt es ausländischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, Talente zu gewinnen und zu halten?
Inwieweit sind ausländische Modelle und best practices auf Deutschland übertragbar?

Hintergrund

Seit Jahren kann man Klagen über den Wegzug hoch qualifizierter, in Deutschland ausgebildeter Wissenschaftler vernehmen. Trotz aller Dementi ist Presseberichten weiterhin zu entnehmen, dass einerseits das Studium in Deutschland gut und preiswert sei, es andererseits diejenigen, die gerade wissenschaftlich voranstreben, nach ihrem Abschluss nicht mehr lange in Deutschland hält: Zu schlecht die langfristigen Beschäftigungsaussichten, zu gering die Zahl der wirklichen Forschungsstellen und zu wenig Hoffnung, wirklich hochwertige Arbeit an deutschen Universitäten und Instituten leisten zu können. Der Trend scheint sich fortzusetzen: Gerade die Bestausgebildeten hängen nicht besonders an der deutschen Wissenschaftslandschaft und merken, dass sie im Ausland nicht nur mit offenen Armen empfangen werden, sondern dort mit ihren Pfunden richtig wuchern können.

Ziel

Die Projektgruppe „Brain Drain – Brain Gain“ will im Rahmen dieses Projekts die folgenden Fragen beantworten: Stellt die zunehmende Mobilität von Wissenschaftlern den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland wirklich vor ein Herausforderung oder belebt zum einen internationale Konkurrenz nur das Geschäft, wird zum anderen etwaiger „Verlust“ durch Brain Gain, den Zuzug exzellenter Wissenschaftler, ausgeglichen? Falls sich der deutsche „Brain Drain“ als echtes Problem präsentiert, was müsste passieren, damit sich kluge Köpfe nach ihrem deutschen Abschluss nicht gezwungen sehen, die Koffer zu packen, weil nur im Ausland eine entsprechend ausgestattete Arbeitsstelle, eine unbürokratische Forschungsatmosphäre und die benötigte längerfristige Stellenzusage zu haben ist? Wie ist der Wunsch nach Internationalität mit dem Bedürfnis des Standorts Deutschland vereinbar, selbst wesentliche Forschungsbeiträge liefern zu können? Inwiefern ist eine zu Ende gedachte Exzellenzoffensive denkbar, die nicht übersieht, dass exzellente Ausbildung auch exzellente Forschung am gleichen Ort erfordert? Wie werden diese Probleme im Ausland gelöst – mit welchen Mitteln wird wie erfolgreich versucht, nationale Kapazitäten nach Auslandsaufenthalten zur Rückkehr in ihr Heimatland zu bewegen und internationale Kapazitäten anzulocken?

Vorgehen

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, führte die Projektgruppe im Februar 2010 eine Online-Umfrage unter deutschen Wissenschaftlern durch und befragte sie nach den ausschlaggebenden Kriterien, die bei der Wahl ihres Forschungsstandortes zum Tragen kommen. Die aus dieser Umfrage gewonnenen Erkenntnisse wurden bei einer Konferenz im Frühjahr 2010 vorgestellt, zu der Vertreter der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft, bildungspolitische Entscheidungsträger sowie Betroffene eingeladen waren. Wer sich für das Thema interessiert, kann das Projektteam mit einer E-Mail an braindrain@toenissteiner-studentenforum.de erreichen.

Young Villa Hügel

„Brain Drain – Brain Gain“ versteht sich als eine Fortführung der Bildungsinitiative „Young Villa Hügel“, in deren Rahmen von 2000-2003 zunächst eine Analyse des deutschen Hochschulsystems mit seinen Defiziten und Vorteilen vorgenommen und darauf aufbauend das Konzept einer europäischen Hochschule entwickelt wurde.