NamibAI ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Dialogprojekt, das den Zugang zu Künstlicher Intelligenz im globalen Süden untersucht und dabei den Blick gezielt auf Namibia richtet. In einer Zeit, in der technologische Innovationen weltweit Gesellschaften transformieren, möchte NamibAI verstehen, wie KI unter unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen verantwortungsvoll gestaltet werden kann.
Im Zentrum des Projekts steht eine einwöchige Forschungs- und Dialogreise nach Namibia im Oktober 2026, bei der Studierende sowie Mitglieder des Tönissteiner Kreises gemeinsam mit lokalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammenkommen. Workshops, Gespräche, Feldbesuche und kooperative Forschungsformate ermöglichen einen intensiven Austausch über Chancen, Herausforderungen und konkrete Anwendungsfelder von KI in Namibia – von Bildung über öffentliche Verwaltung bis hin zu Umwelt- und Energiefragen.
NamibAI verfolgt das Ziel, AI Literacy zu stärken, gegenseitiges Lernen zu fördern und ein Bewusstsein für die komplexe Verflechtung technischer, ethischer und politischer Dimensionen von KI zu schaffen. Die Teilnehmenden erwerben zugleich wertvolle interkulturelle Kompetenzen und reflektieren, wie technologische Innovation global gerecht, nachhaltig und inklusiv gestaltet werden kann.
Bereits bestehende Kontakte zu namibischen Hochschulen und Forschungspartnern begleiten das Projekt beratend und ermöglichen eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Abschließend entsteht ein öffentlich zugängliches wissenschaftliches Abschluss-Paper, das zentrale Erkenntnisse bündelt und Impulse für internationale KI-Politik und Forschung setzt.
NamibAI verbindet damit wissenschaftlichen Anspruch, internationale Kooperation und gesellschaftliche Verantwortung – und schafft einen Raum, in dem Zukunftstechnologien gemeinsam neu gedacht werden.
Projektteam
Lara van Breda
Angelina Greiner
Caroline Knop
Moritz Podlech
Yasmin Renani