Fortress Europe

Eine Projektreihe des Studierendenforums, die die Problematik der Migration an 
Europas Außengrenzen untersucht.

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Detention Centre bei Athen

Während Europa für Toleranz und Gleichberechtigung kämpft und vielerorts in diesem Zusammenhang als Vorbild gesehen wird, herrschen gleichzeitig teils menschenunwürdige Lebensumstände für die Migranten an Europas Grenzen vor. Dabei bleibt die Rolle der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten für die Migrationspolitik in weiten Teilen ungeklärt. Mehr denn je macht der Begriff der „Festung Europa“ die Runde – Ausdruck einer Migrationspolitik, die angesichts des „Arabischen Frühlings“ und der Verschuldungskrise in Europa zunehmend unter Druck gerät. Viele Mitbürger:innen verschließen vor den Realitäten an den Zäunen und Gräben an den Außengrenzen des vereinten Kontinents die Augen. Die Projektreihe steht unter der Prämisse, dass die Herausbildung eines gemeinsamen und pluralistischen europäischen Gemeinwesens – neben der momentan allgegenwärtigen, zum Teil überlagernden Euro-Diskussion –, auch davon abhängt, wie die Gemeinschaft mit jenen umgeht, die an ihren Außengrenzen um Asyl oder Einlass ersuchen. Getragen von europäischen Werten wie Offenheit und Freizügigkeit fordert dies nicht nur die gemeinsame Problemlösungskompetenz der Mitgliedsstaaten, sondern richtet sich auch an die junge Generation aller europäischen Länder. 

Kontrollposten am Hafen in Patras

In der Form von Sur-Place-Dialogen untersucht daher ein international orientiertes und interdisziplinäres Team engagierter deutscher Studierender und junger Berufstätiger im Austausch mit hochqualifizierten Studierenden der entsprechenden Zielländer die Umstände an Europas Außengrenzen. Basierend auf Gesprächen mit Expert:innen, Verantwortungsträger:innen und Betroffenen möchte das Projekt durch gezielte Veröffentlichungen dazu beitragen, dass das Bewusstsein für die Situation der Migranten und Geflüchtete an den Grenzen des „Fortress Europe“ auch innerhalb Europas gestärkt wird. Die differentielle Betrachtung und der Vergleich der Ergebnisse in den verschiedenen Grenzräumen ermöglichen es darüber hinaus, sowohl allgemeine Charakteristika als auch Spezifika der Länder an Europas Außengrenzen aufzuzeigen. Auf diese Weise sollen mögliche Lösungsansätze für eine Verbesserung der Situation der Migranten und Geflüchtete in Europa und den Außengrenzen der EU geliefert werden.

Navigation

Hier finden Sie umfangreiche Informationen zu den einzelnen Projektphasen:

Phase 1: Spanien/Marokko 2008

Phase 2: Griechenland 2012

Phase 3: Italien 2014

Phase 4: Hamburg 2015